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Benzoesäure natürlicher Bestandteil von Beeren und Früchten – daher auch in Süßgetränken

25.04.2013

Anteile in Süßgetränken auf ein unbedenkliches Minimum reduziert. Christinen Brunnen nimmt „Multivitamin Diät“ in der 1,5 Liter PET-Flasche vorsorglich vom Markt. Alle weiteren Multivitamin Getränke von Christinen Brunnen sind nicht betroffen.

Am Montag, den 22. April, hat der NDR in der Fernsehsendung MARKT um 20 Uhr 15 einen Sendebeitrag ausgestrahlt, in dem es um „Benzol in Erfrischungsgetränken“ ging.

Neben weiteren Getränken verschiedener Anbieter, die laut Aussage des Senders „positiv auf Benzol getestet“ wurden, nennt der Beitrag auch das Getränk Multivitamin Diät, 1,5 Liter, des Markenherstellers Gehring-Bunte (Christinen Brunnen)

Dazu erklärt das Bielefelder Unternehmen folgendes:

Die – wenngleich selten auftretende – Bildung von Benzol in Kleinstmengen ist als natürliche Reaktion der in der Getränkeherstellung gesetzlich zugelassenen Stoffe Natriumbenzoat und Ascorbinsäure (Vitamin C) bei der Produktion von Süßgetränken möglich und in der dabei nachweisbaren Konzentration in keiner Weise gesundheitsgefährdend. Die Beanstandung betraf ausschließlich unser Produkt Multivitamin 1,5 l PET, kalorienarm.

Vermeidung von Schimmelpilzen

Die Ausgangsstoffe Natriumbenzoat und Ascorbinsäure verhindern vielmehr die Ausbildung von Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien weit über das ausgewiesene Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus und dienen damit auch dem Schutz der Verbraucher.

Konkret fallen die gelegentlich in Erfrischungsgetränken gemessenen Benzolmengen extrem gering aus – etwa im Vergleich zu den Benzol-Vorkommen in der Umwelt, wo jeder Mensch allein durch seine Atemluft durchschnittlich mehrere hundert Mikrogramm Benzol täglich aufnimmt. In der Natur kommt Benzoesäure etwa in Beeren und Früchten wie Preiselbeeren, Himbeeren, Pflaumen aber auch in Honig oder Champignons vor. Ebenso enthalten Milchprodukte wie Joghurt und Hartkäse natürliche Benzoesäure.

Toxikologisch keine Relevanz

Das Chemische und Veterinär-Untersuchungsamt Karlsruhe kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass der Gehalt an Benzol aller untersuchten Getränke „nach derzeitigem Kenntnisstand als sehr gering und aus toxikologischer Sicht als nicht relevant einzustufen“ ist. Unabhängig davon hatte Gehring-Bunte den Benzoateinsatz bereits auf das mikrobiologisch vertretbare Minimum reduziert.

Denn – wie auch die Informationszentrale deutsches Mineralwasser bestätigt – „schützt Benzoesäure als eines der wenigen für Erfrischungsgetränke zugelassenen Konservierungsmittel die Produkte vor mikrobiologischem Verderb und hat sich in der Vergangenheit gut bewährt“.

Christinen Brunnen nimmt „Multivitamin Diät“ in der 1,5 Liter PET-Flasche vorsorglich vom Markt – nicht betroffen sind alle weiteren Multivitamin Getränke

Um aber einer möglichen Verunsicherung der Verbraucher vorzugreifen und das Vertrauen in eine höchstmögliche Qualität seines Produkts weiterhin sicherzustellen, wird das Unternehmen Gehring-Bunte das vom NDR genannte Getränk „Multivitamin Diät 1,5 l“ dennoch vorsorglich vom Markt nehmen und es zukünftig ausschließlich mit natürlichem Zucker und dem pflanzlichen Süßstoff Stevia (Steviolglycoside) gesüßt wieder in den Markt einführen.

Um von vorneherein eine mögliche Belastung durch entstehende Benzolen zu vermeiden, hat das Bielefelder Unternehmen darüber hinaus entschieden, ab sofort die Rezepturen aller kalorienreduzierten Getränke auf eine natürliche Stevia-Süßung umstellen.

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