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Christinen Brunnen – Traditionsmarke mit Zukunft

16.05.2013

Geschäftsführer Carsten Heß begeisterte mit engagiertem Vortrag beim AfG-Kongress

Bielefeld/ Düsseldorf – Um richtungsweisende Strategien für den Wasser- und Getränkemarkt ging es beim AfG-Jubiläumskongress Ende April in Düsseldorf. Carsten Heß, Geschäftsführer der Gehring-Bunte Getränke Industrie (Christinen Brunnen), referierte dort über die Tradition und Geschäftspolitik seines Unternehmens  und über die Herausforderungen, denen man sich in Zukunft stellen muss. Sein Credo: „Die Marke Christinen Brunnen ist stark genug, um in Zukunft trotz der bestehenden Risiken gut bestehen zu können.“

Bei seinem Zukunftsszenario skizzierte er zunächst, wie sich die Gesellschaft bekanntermaßen weiter wandeln werde: sinkende Haushaltsgrößen, höhere Lebenshaltungskosten, junge und alte Menschen, die von Niedriglohn leben müssen und nicht zuletzt eine Bevölkerung, die immer älter werde. Heß: „All das sind tiefgreifende Veränderungen, auf die wir uns einstellen müssen.“ Für das Unternehmen Christinen Brunnen und seine Philosophie bedeute das vor allem, seine Rolle zwischen Tradition und Zukunft bewusst einzunehmen. „Der Verbraucher weiß, was er von uns erwarten kann“, so Heß: Oberstes Gebot bleibe die absolute Reinheit.

„Christinen Brunnen ist praktisch frei von anthropogenen (menschlichen) Einflüssen, die Wasservorkommen gehören mit ca. 25.000 Jahre zu den ältesten Wässern überhaupt, es ist ausgewogen mineralisiert und harmonisch vom Geschmack, unser prämiertes Wasser „Christinen-Carat“ eignet sich sogar als Säuglingsnahrung.“ Zur Zeit realisieren wir zusätzlich mit einem großen Lebensmitteleinzelhändler ein Babywasser in unterschiedlichen Verpackungsgrößen.

Mut und Kreativität gefragt

Auch die etablierten handlichen, stabilen und funktionellen Verpackungen sind in Zukunft gesetzt. Doch darüber hinaus komme es, so Heß weiter, nun darauf an, die Chancen zu ergreifen, die der Markt bietet: Gesundheit- und Qualitätstrends, ein weiter steigender Pro-Kopf-Verbrauch an Mineralwasser, die Verbrauchernachfrage nach kalorienarmen Getränken und dem natürlichen Süßstoff aus der Steviapflanze (Steviol-Glycoside). Für Heß ist da vor allem Mut und Kreativität gefragt: „Wir müssen bereit sein, quer zu denken und zu experimentieren.“

Dabei ist dem Experten durchaus bewusst, dass auf die Getränkehersteller auch eine Reihe von Risiken warten. Und die sind nicht einmal  hausgemacht - wie beispielweise das Thema  Fracking. Um für die Energiegewinnung an das Gas in den tiefen Gesteinsschichten zu gelangen, muss mit Druck und Chemikalien gearbeitet werden. Das Eindringen geringster Mengen toxischer Fracking-Flüssigkeiten kann, so warnte jüngst der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM), die ursprüngliche Reinheit des natürlichen Mineralwassers verändern und damit zur amtlichen Aberkennung dieses Qualitätssiegels führen. Mineralwasser sei das einzige Produkt, was einer amtlichen Anerkennung bedürfe und nicht behandelt oder verändert werden dürfe. Heß sprach vielen der Anwesenden mit seiner Einschätzung der Risiken von Fracking aus der Seele.

Mit Blick auf das künftige Marktgeschehen mahnte Heß zudem die Bereitschaft der Unternehmen an, sich auf veränderte logistische, ökologische und ökonomische Bedingungen einzustellen. In Zukunft werde man mit weiter abschmelzenden Mehrwegquoten rechnen.

Die Nachfrage nach immer billigerem Wasser werde steigen und damit auch das Eindringen der öffentlichen Wasserversorger in den Wettbewerb. „Dagegen wollen wir uns positionieren – mit qualitativ hochwertigen Produkten.“

Für viele Verbraucher würden die Themen Gesundheit, Qualität und Lifestyle auch bei der Wahl des Wassers immer wichtiger. Heß: „Das alles müssen wir anbieten.

Christinen Brunnen in fünf bis zehn Jahren

Für Christinen Brunnen hat der Geschäftsführer da auch schon längst eine Vision:  „Wir waren immer ein vorausschauendes Unternehmen. Ich denke, dass Christinen Brunnen in fünf bis zehn Jahren stark an gesundheitsbezogenen, präventiv orientierten Projekten mitarbeitet und innovative Rezepturen und Gebinde zur Marktreife geführt hat.“

Er kündigte an, dass sein Unternehmen im selben Zeitraum neben dem traditionellen kistengestützten Sortiment auch ein ebenso breites und tiefes Einwegsortiment führen werde. In den Fernregionen sollen in Zukunft die kistengestützten Systeme durch Einweg ersetzen werden.

Weil Investitionen in die Zukunft klassischerweise erst einmal Geld kosten, war Heß an dieser Stelle besonders wichtig, ein Signal an die gesamte Branche auszugeben. „Wichtig wird sein, dass wir uns mit begrenzten finanziellen Mitteln auf mögliche, auch überraschende Ereignisse und Entwicklungen in der Zukunft vorbereiten.“ Man sollte sich mehr Gedanken über Kooperationen machen, um finanzielle Spielräume zu erhalten. Das fange bei der Produktion an und höre beim Einkauf auf.

Heß gab zahlreiche Anregungen:  „Lassen sich zum Beispiel Verfahren wie die kalt-aseptische PET-Technik oder spezielle Aggregate wie Sleever und Sportscap-Apllikatoren gemeinsam an einem Produktionsort nutzen? Können wir einen gemeinsamen Außendienst und gemeinsame vertikale Übernahmen etablieren, eventuell sogar Einkaufsgesellschaften gründen?“

Besondere Rolle kommt Verband zu

Bei all diesen Überlegungen, so Heß weiter, werde dem Verband Deutscher Mineralbrunnen eine besondere Rolle zukommen. Um gemeinsam die skizzierte Richtung  einzuschlagen, brauche es neben vielen organisatorischen, logistischen und produktionstechnischen Plänen vor allem gemeinsame Werbung und PR, sozusagen aus gemeinsamer Quelle. „Wir brauchen noch mehr verbandsgestützte Öffentlichkeitsarbeit und verbandsgestützte Verbraucherkampagnen.“

Heß’ Vision: Der Verband als Stimme bei den Kommunen, Ländern, beim Bund und bei der EU, worum auch immer es in Zukunft gehen wird: ob um Fracking, Verpackungen oder mögliche Getränkeabgaben, die geplant sind. Und der Verband als übergeordnete Instanz, die für alle seine Mitglieder gezielt Werbung einsetzt, die sie abgrenzt von öffentlichen Wasserversorgern und Anbietern. Oder wie Heß es  auf den Punkt brachte: „Werbung, die uns abgrenzt von denen, die nicht die Qualität liefern, die wir liefern können.“

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